Aral zeigt in Berlin, wie Tankstellen künftig aussehen könnten

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Svenja Gelowicz

Das Tankstellengeschäft steht vor einem Wandel. Aral geht einen neuen Schritt in Berlin und zeigt, wie die Station der näheren Zukunft aussehen könnte.

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Aral will an seinem Mobiltätsknotenpunkt auch E-Scooter oder Roller bereit halten.
Aral will an seinem Mobiltätsknotenpunkt auch E-Scooter oder Roller bereit halten.
(Bild: BVG/Andreas Süß)

Aral will sich dem Mobilitätswandel anpassen. In Berlin hat das Mineralölunternehmen zwischen Alexanderplatz und Ostbahnhof nun einen „Mobility Hub“ eröffnet, der als Testfeld für die Tankstelle der Zukunft dienen soll. Neben dem traditionellen Kraftstoffangebot gibt es dort einen Akku-Wechselautomat für E-Bikes und E-Roller sowie eine Schnellladesäule für E-Autos. Diese wird nicht direkt aus dem Stromnetz betrieben, sondern von einer Pufferbatterie gespeist. Künftig soll sie mit von der Tankstelle selbst erzeugtem Strom geladen werden.

Darüber hinaus fungiert die Station als Standort für Car-, Bike- und Roller-Sharing-Dienste, darunter Cambio, Tier und Nextbike. S-Bahn-, Bus- und U-Bahn-Haltestellern befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Knotenpunkt für Mobilität

Bereits 2019 hatte Aral gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Konzept für die Tankstelle der Zukunft vorgestellt, um auf die wachsende Bedeutung von E-Autos und neuen Mobilitätsdiensten zu reagieren. Tankstellen sollen demnach künftig eine weitreichendere Rolle als nur die des Energiemaklers einnehmen.

Sie müssten sich stattdessen zu Knoten- und Anlaufpunkte für diverse Mobilitätsformen wandeln. Zwar rechnet Aral damit, dass es auch in 20 Jahren weiterhin klassische Zapfsäulen geben wird, allerdings wird sich ihre Zahl zugunsten von Ladesäulen verringern.

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