Spitzenstellung angepeilt 2030 sollen 90 Prozent der verkauften Renault-Pkw elektrifiziert sein

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Renault-Generaldirektor Luca de Meo will den französischen Autobauer zum Elektroauto-Spitzenreiter machen. Nur noch ein kleiner Anteil der verkauften Autos soll 2030 nicht elektrifiziert sein. Die CO2-Flottenemissionen will Renault bis dahin um zwei Drittel senken.

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Renault-Generaldirektor Luca de Meo will eine Spitzenstellung bei der Elektromobilität in Europa erreichen.
Renault-Generaldirektor Luca de Meo will eine Spitzenstellung bei der Elektromobilität in Europa erreichen.
(Bild: Renault)

Renault will bei Autos mit Elektroantrieb Spitzenreiter in Europa sein. „Die Marke Renault hat den Ehrgeiz, den Mix in Europa zu haben, der am grünsten ist“, sagte Generaldirektor Luca de Meo am vergangenen Freitag bei der Hauptversammlung des französischen Autobauers.

2025 solle der Anteil von elektrifizierten Personenwagen 65 Prozent betragen. 2030 sei dann ein Anteil von mindestens 90 Prozent geplant, sagte de Meo. Das Aktionärstreffen fand wegen der Corona-Beschränkungen in Frankreich als Onlineveranstaltung statt.

CO2-Emissionen sollen um 65 Prozent sinken

Der Italiener de Meo saniert den Konzern, zu dem auch die Marken Dacia und Lada gehören. Dabei forciert er die E-Mobilität, bei der Renault bereits auf eine lange Erfahrung zurückblickt. Bis 2030 will de Meo die Emissionen der in Europa verkauften Autos um 65 Prozent senken. Weltweit solle der Rückgang dann 35 Prozent betragen.

Nach früheren Daten des Kraftfahrt-Bundeamtes in Flensburg wies Renault im vergangenen Jahr mit 101,2 Gramm pro Kilometer den niedrigsten durchschnittlichen CO2-Ausstoß unter den Marken mit mindestens 100.000 Neuzulassungen auf.

Der Umsatz des Konzerns war zu Jahresbeginn leicht um 1,1 Prozent auf 10,02 Milliarden Euro gesunken. Von Anfang Januar bis Ende März setzte der Hersteller rund 665.000 Fahrzeuge ab, das war im Vorjahresvergleich ein Plus von 1,1 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern vor allem wegen tiefroter Zahlen beim japanischen Partner Nissan einen Rekordverlust von acht Milliarden Euro eingefahren.

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