Kälte, Glätte und Co. 10 Tipps: So kommen E-Bike-Fahrer gut durch Herbst und Winter

Autor Christoph Seyerlein

Beim Radfahren ist in der kälteren Jahreszeit mehr Vorsicht geboten als im Sommer. Für E-Bike-Nutzer kommt hinzu, dass sich niedrigere Temperaturen auch auf die Akkus auswirken. Was sie in Herbst und Winter beachten sollten.

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In jedem achten deutschen Haushalt gibt es bereits ein E-Bike.
In jedem achten deutschen Haushalt gibt es bereits ein E-Bike.
(Bild: Bosch)

Immer mehr Menschen fahren E-Bike. Im vergangenen Jahr wurden allein in Deutschland rund zwei Millionen Stück verkauft. Laut Statistischem Bundesamt steht mittlerweile in jedem achten Haushalt hierzulande ein elektrifiziertes Fahrrad. Herbst und Winter bringen für Fahrradfahrer nun manches Risiko mit sich. Die Straßen und Radwege können glatt sein, die Temperaturen unangenehm.

Für E-Bike-Fahrer kommt hinzu, dass sich die Witterungsbedingungen auch auf die Akkus auswirken können. Der ADAC hat nun eine Liste mit Tipps erstellt, worauf E-Radfahrer in der kälteren Jahreszeit achten sollten.

  • 1. Die richtige Kleidung: Auch wenn es kalt ist: Zu warm sollten Fahrradfahrer nie angezogen sein, um nicht zu sehr ins Schwitzen zu kommen und eine Erkältung zu riskieren. Stattdessen empfehlen sich atmungsaktive, wind- und wasserfeste Outfits. Auffällige Farben und Reflektoren erhöhen zudem die Sicherheit, da andere Verkehrsteilnehmer Radfahrer so einfacher erkennen können.
  • 2. Helm tragen: Die Studienlage hierzu ist eindeutig. Wer einen Helm trägt, hat bei einem Sturz ein wesentlich niedrigeres Risiko, bleibende Schäden am Kopf davonzutragen.
  • 3. Akku schonen: Temperaturen ab 5 Grad Celsius und kälter machen vielen gängigen Batterien zu schaffen. Die Reichweite kann dadurch sinken. Es ist sinnvoll, den E-Bike-Akku bei derartigen Witterungsbedingungen nicht im Freien, sondern bei Raumtemperatur zu laden. Mit dem Laden sollte man zudem so lange warten, bis der Akku selbst in etwa Raumtemperatur erreicht hat. Außerdem sollte er geschützt und trocken gelagert werden.
  • 4. Licht einschalten: Im Winter ist es wesentlich kürzer hell. Fahrradfahrer sollten jederzeit darauf achten, dass Vorder- und Rückleuchten ordnungsgemäß funktionieren.
  • 5. Bremsen dosieren: Scheibenbremsen sind nicht anfällig für Nässe und Kälte. Sie bremsen allerdings sehr intensiv. Dabei sollten Radfahrer beachten, dass der Reibungswiderstand zwischen Bike und Straße in der kälteren Jahreszeit oft niedriger ist als im Sommer.
  • 6. Auf Laub achten: Blätter auf Straßen und Wegen kann vor allem auf Brücken, in Kurven und beim Abbiegen gefährlich werden. Außerdem erschwert Laub das Bremsen, der Bremsweg wird länger. Auch beim Beschleunigen, gerade mit Akku-Unterstützung, sollten Pedelec-Fahrer den rutschigen Untergrund beachten.
  • 7. Straßenbahnschienen meiden: Beim Überqueren von Schienen ist höchste Vorsicht geboten. Diese sind oft bereits bei Nässe glatt. Zudem können sich die Räder darin verfangen. Im Optimalfall sollten Radfahrer Straßenbahnschienen in einem 90-Grad-Winkel queren.
  • 8. Straßenmarkierungen beachten: Frisch angebrachte Markierung sind oft rutschig. Generell herrscht dort weniger Reibung als auf reinem Asphalt. Das kann sowohl das Beschleunigen als auch das Bremsen erschweren.
  • 9. Mit Gullydeckeln rechnen: Ähnlich wie bei den Straßenbahnschienen gilt auch hier, dass kalter, nasser Stahl für Gummireifen ein gefährlicher Untergrund ist. Deshalb sollten Radfahrer Gullydeckel immer im Blick haben.
  • 10. Vorsicht bei Kopfsteinpflaster: Aufgrund der Unebenheiten, die jener Belag mit sich bringt, sollten Radfahrer auf solchen Wegen ihre Geschwindigkeit anpassen. Gerade in Kurven sollte man nicht zu flott einfahren.

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